Schmerzfreie Endoskopie

Was ist eine schmerzfreie (sanfte) Endoskopie?

Im Rahmen der für Sie vorgeschlagenen endoskopischen Untersuchung biete ich Ihnen die sanfte Endoskopie mittels einer sogenannten „Sedoanalgesie“ durchzuführen. Darunter versteht man das Herbeiführen eines schlafähnlichen Zustandsbildes (Dämmerschlafs“, bei dem auch eine gewisse Schmerztoleranz besteht.

Individuell abhängig wird eine Prämedikation mit unterschiedlichen Medikamenten wie Beruhigungsmittel (Sedativum), Betäubungsmittel (Narkotikum) und Schmerzmittel (Analgetikum) über eine Vene injiziert und dosiert.

Diese Sedoanalgesie führt zu einem tiefen, kurz andauernden schlafähnlichen Zustand, der es ermöglicht, eine endoskopische Untersuchung (Magenspiegelung/Gastroskopie oder Dickdarmspiegelung/Koloskopie) ohne unangenehme Schmerzen durchzuführen. Während dieses Schlafes atmet der Patient selbst; Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung werden überwacht. Die Medikamentendosierung kann derart gesteuert werden, dass Sie kurze Zeit nach der Beendigung der Untersuchung wieder aufwachen und in der Lage sind – nach einer überwachten Ruhepause – aufzustehen.

Das Lenken eines Fahrzeugs (PKW, LKW, Motorrad, Moped, Fahrrad, etc.) und die Bedienung von gefährlichen oder schwierigen Maschinen oder Geräten muss 24 Stunden nach der Sedoanalgesie unterlassen werden.

Das Reaktionsvermögen, die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zur Bedienung von Maschinen sind herabgesetzt. Ebenso sollten Sie in dieser Zeit keinen Alkohol trinken, keine Beruhigungsmittel einnehmen und keine wichtigen Entscheidungen treffen oder Verträge abschließen. Wird der Eingriff ambulant durchgeführt, so sollten Sie von einer erwachsenen Begleitperson abgeholt werden und die häusliche Betreuung muss sichergestellt sein.

Welche Nebenwirkungen kann es geben?

Unerwünschte Nebenwirkungen der verwendeten Medikamente können im Rahmen von allergischen Reaktionen auftreten, nach denen in der Anamnese (Fragebogen / Gespräch) gefragt wird. Schwerwiegende Komplikationen sind selbst in höherem Lebensalter äußerst selten.