Was ist eine Magenspiegelung (Gastroskopie)?

Unter einer Gastroskopie oder auch Magenspiegelung genannt – versteht man die Untersuchung des oberen Teils des Verdauungstraktes (Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm) mithilfe eines Endoskops. Dieses besteht aus einem beweglichen Schlauch, durch den mittels einer speziellen Videooptik auf einem Videomonitor ein hochauflösendes, digitales Bild des Inneren des Verdauungstraktes eingesehen werden kann.

Durch einen kleinen Kanal innerhalb des Schlauches können auch Instrumente eingeführt und beispielsweise Gewebeproben (Biopsien) zu diagnostischen Zwecken entnommen werden.

Wann ist eine Gastroskopie sinnvoll?

Die häufigsten Gründe für eine Magenspiegelung sind:

  • Gastritis
  • Reflux
  • Sodbrennen
  • Oberbauchschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Völlegefühl
  • Aufstoßen
  • Übelkeit und anhaltender Brechreiz
  • Magen-Zwölffingerdarmgeschwür
  • Helicobacter pylori Verdacht
  • Magenkrebs
  • Blutungen

Wiederholte oder bestehende Oberbauchbeschwerden, Reflux und auch Sodbrennen sollten auf jeden Fall Anlass für eine Gastroskopie sein.

Eine Vorsorgeuntersuchung ähnlich der Darmspiegelung wird derzeit nicht generell empfohlen. Die Magenspiegelung sollte in dieser Indikation aber bei bestimmten Risikogruppen wie zum Beispiel Menschen mit familiärer Belastung für das Auftreten eines Magenkarzinoms durchgeführt werden.

Wie bereite ich mich auf eine Magenspiegelung vor?

Etwa vier Stunden vor der Untersuchung nüchtern bleiben, das heißt keine Nahrung bzw. Getränke zu sich nehmen. Klare Getränke können bis zwei Stunden vor der Untersuchung eingenommen werden.

Im Falle einer Probenentnahme (Biopsie) ist das Risiko einer Schleimhautblutung nur minimal erhöht. Sollten größere Eingriffe wie die endoskopische Entfernung von Vorstufen oder Frühformen von Speiseröhren- und Magenkrebs geplant sein, ist es aber ratsam, die Einnahme blutverdünnender Medikamente zu unterbrechen. Ärztliche Rücksprache wird empfohlen.

Wichtig: Bringen Sie bitte alle relevanten Befunde wie z.B. Blutgruppenausweis, Labor, Röntgenbefunde und Endoskopievorbefunde mit.