Was ist eine Darmspiegelung (Koloskopie)?

Unter einer Koloskopie versteht man eine Untersuchung (Spiegelung) des Dickdarms, unter einer Rektoskopie eine Untersuchung des Mastdarms mithilfe eines Endoskops.Dieses besteht aus einem beweglichen Schlauch, durch den mittels einer speziellen Videooptik auf einem Videomonitor ein hochauflösendes, digitales Bild des Inneren des Verdauungstraktes eingesehen werden kann.

Durch einen kleinen Kanal innerhalb des Schlauches können auch Instrumente eingeführt und beispielsweise Gewebeproben (Biopsien) zu diagnostischen Zwecken entnommen werden. Die Darmspiegelung gehört zu den wichtigsten Methoden der Vorsorgeuntersuchung, um Darmkrebs feststellen zu können.

Wann ist eine Koloskopie sinnvoll?

Die häufigsten Gründe für eine Darmspiegelung sind:

Wie bereite ich mich auf eine Darmspiegelung vor?

 

Sie sollten 2 Tage vor der Untersuchung ab etwa 8:00 Uhr mit der Vorbereitung beginnen, d. h. keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen nur mehr ballaststoffarm, flüssig und breiig wie z. B. Suppen ohne feste Einlage, Joghurt, Griesbrei od. ähnliches dazu.

 Am Tag vor der Untersuchung zw. 16:00 – 18:00 Uhr auf den Abend verteilt eine Darmspülung Teil 1 mit Picoprep Beutel entsprechend der Anweisung (oder Moviprep Darmreinigung, Fleet Phospho – Soda, erhalten Sie mit einem Rezept in der Apotheke). Trinken Sie ausreichend klare Flüssigkeit (jede ½ Stunde 250 ml).

Am Tag der Untersuchung zw. 04:00-06:00 Uhr den 2. Teil (Picoprep Beutel) Darmspülung entsprechend der Anweisung. Trinken Sie nach der Einnahme des 2. Beutels ausreichend klare Flüssigkeit (jed ½ Stunde 250 ml) Trinken Sie ab zwei Stunden vor der Untersuchung nicht mehr, Sie sollten nüchtern sein.

 

Bitte nehmen Sie Ihre Medikamente wie immer mit Ausnahme von Insulin, anderen Zuckersenkenden oder Blutverdünnenden Tabletten, ein. Da Sie bei der Untersuchung eine Beruhigungsspritze erhalten, sollten Sie nicht mit dem eigenen Wagen zur Untersuchung kommen (siehe Sanfte, schmerzfreie Endoskopie).

Blutverdünnende Medikamente (z.B. Marcoumar, Sintrom, Xarelto, Pradaxa,) müssen vor der Untersuchung nicht bzw. nur nach Rücksprache oder Maßgabe des behandelnden ArztesIn abgesetzt werden. Im Falle einer Probenentnahme (Biopsie) ist das Risiko einer Schleimhautblutung nur minimal erhöht.

Wichtig: Bringen Sie bitte alle relevanten Befunde wie z.B. Blutgruppenausweis, Labor, Röntgenbefunde und Endoskopievorbefunde mit.